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Warum ‚Skip’s Kitchen‘ nur noch ‚Joker Restaurant‘ heißt

05.2019 / In Sacramento/ Kalifornien gibt es ein Restaurant namens Skip’s Kitchen. Es ist ein sogenannter Counter Service, das heißt Gäste gehen ähnlich wie bei Mc Donald’s an den Tresen und bestellen Essen & Getränke anhand der Menükarten an der Wand. Danach nimmt man schlicht Platz und wartet, bis eine Bedienung wie bestellt serviert. Deren Marketing ist extrem pfiffig und extrem günstig. Nur soviel: es hat was mit Zocken zu tun …

Nachdem der Gast bestellt, aber irgendwann noch bevor gezahlt wird, sagt der Ober: „Lass uns was ausprobieren.“ Er holt dann ein Deck Karten unter dem Tresen vor und lässt sie wie in Las Vegas von einer Hand in die andere rauschen. Schließlich flüstert er „Pick a card“ und bittet so, eine Karte zu ziehen. Sollte die gezogene Karte ein Joker sein, ist die komplette Bestellung gratis. Und zwar egal ob Du für Dich und Deine Freundin einkaufst. Oder ob man gerade für eine ganze Fußball-Mannschaft das Abendessen abholt.

Und jetzt lieber Leser, bitten wir Sie zu prognostizieren, was geschieht, wenn jemand tatsächlich einen Joker zieht. Er wird nicht nur einen Freudentanz aufführen und den Laden zum Beben bringen. Er wird auch seine Kumpels anrufen, seiner Mutter einen ausgeben und von alledem eine Fotoserie für Instagram vor dem Logo von ‚Skip’s Kitchen‚ anfertigen. Apropos: Laut Skip habe er in zehn Jahren noch keinen einzigen Dollar für Werbung ausgegeben.

Aber der Inhaber ‚Skip‘ setzt noch einen drauf. Hinter dem Tresen bzw. im Eingangsbereich hängen auffällige T-Shirts mit dem Logo von Skip’s Restaurant. Aber man kann sie nicht kaufen. Die einzige Ausnahme hiervon macht das Team wenn der Gast männlich ist und mit ID oder Führerschein nachweisen kann, dass er ‚Skip‘ heißt. Achtung, das ist kein Differenzierungs-Merkmal wie der Hammer-Gag mit den Spielkarten. Aber es ist ein kleines, aber feines ‚Gimmick‘, das ebenso wie die Joker-Regel erfolgreich Mundpropaganda initiiert.

PS: Das mit dem Joker passiere rund drei Mal am Tag. Kein schlechtes Investment für weltweite Mundpropaganda. Ach nochwas: Skip’s Kitchen wurde laut einer Umfrage von ‚USA today‘ in 2018 zum 29.-besten Hamburger Restaurant in ganz Nordamerika gewählt.

Bildnachweis: 73659002Andrey Kiselev

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